Winterliches vom Winzer.

Wenn es draußen kalt und eisig ist, genießen wir eine Spezialität immer wieder gerne: den Glühwein. Ein besonderes Highlight für den Gaumen bilden dabei die sogenannten Winzerglühweine, die direkt vom Erzeuger aus eigenen Weinen selbst zubereitet werden.

Glühwein hat eine sehr lange Tradition und wurde bereits vor vielen hundert Jahren bei den Römern genossen. Damals ließ aber auch die Qualität der Weine noch zu wünschen übrig und das Verfeinern mit Gewürzen schaffte eine wirkliche Geschmacksbereicherung und tröstete vielleicht etwas über die Kopfschmerzen am nächsten Morgen hinweg. Heutzutage legt man größeren Wert auf die Qualität der Weine und schätzt ein gutes Tröpfchen auch in erhitztem Zustand. Immer beliebter werden deshalb die Winzerglühweine: Das sind Weine aus eigenem Anbau, die nach traditionellen Rezepten vom Erzeuger mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Zitronenschalen und Sternanis verfeinert werden. Besonders glühweingeeignet sind gerbstoffarme Rotweinsorten wie der Spätburgunder, Dornfelder oder Portugieser. Und bei den Württemberger Weinen eignen sich Trollinger und Lemberger. Durch die Erwärmung kommen nämlich die Weinaromen, die oft an Früchte wie Kirschen, Johannisbeeren und Co erinnern, besonders stark Geltung und gehen eine harmonische Symbiose mit den würzenden Zusätzen ein.

Wat mut, dat mut.

Noch etwas seltener in aller Munde, aber auch eine leckere Variante ist der weiße Glühwein. Idealerweise stellt man ihn aus aromatischen Sorten wie Kerner oder Müller-Thurgau her. In Norddeutschland genießt man übrigens die Version „Heißer Seehund“: statt Nelken werden hier einige Rosinen in den heißen Weißwein gegeben.

So wird’s einem warm ums Herz.

Wenn Sie einen Winzerglühwein kaufen, ist es wichtig, dass Sie beim Warmmachen den Wein nicht zu stark erhitzen. Ab 78° C verschwinden nämlich zum einen der Alkohol, zum anderen die leckeren Aromen. Besser ist es, den Glühwein bei mittlerer Hitze zu erwärmen und bei schwacher Hitze ungefähr noch 10 Minuten ziehen zu lassen. Dann ab damit in ein schönes Punschglas und möglichst heiß genießen!


Übrigens…

Ganz nüchtern betrachtet, ist der Glühwein ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk, das ausschließlich aus Rotwein oder Weißwein hergestellt und mit Zucker und Gewürzen verfeinert wurde. Alkohol darf keiner zugesetzt werden und der Alkoholgehalt muss zwischen 7 Vol.-% und 14,5 Vol.-% liegen. Ebenso verboten sind Wasser oder Farbstoffe. Gekühlt und mit Sekt aufgegossen schmeckt er übrigens auch ganz hervorragend als Wintercocktail. Fügt man dagegen zum Wein noch Saft, Likör oder Rum zu, dann wird der Wein zum Punsch.

In Schweden nennt man den Glühwein übrigens Glögg. In England Mulled Wine. Und in Frankreich Vin Chaud.

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Hier eine kleine Auswahl:

Der Festtagsglühwein der Genossenschaftskellerei Heilbronn ist ein ganz klassischer Glühwein, der mit seinem sehr deutlichen Gewürznelkenaroma bezaubert. Der Felsengarten Glühwein überzeugt mit seinem duftigen Bukett und ist angenehm und harmonisch im Geschmack. Der sortenreine Glühwein von den Weingärtnern Stromberg-Zabergäu schmeckt etwas intensiver nach Rotwein. Der Wengerter Glühwein der Remstalkellerei mit einer Idee Orange und den passenden Gewürzen wird kalt filtriert und gefüllt.

Fragen Sie einfach Ihren GEFAKO Getränkespezialisten nach seiner Winzerglühwein-Empfehlung und wärmen Sie sich an diesen kalten Tagen damit von innen heraus.